Monday, November 5, 2012

White Cliffs of Dover



Hallo liebe Leute,

diese Fotos sind jetzt tatsächlich schon drei Wochen alt, aber ich wollte sie euch trotzdem nicht vorenthalten. Jana und ich hatten Mal wieder Lust, unser Busticket auszunutzen und sind in eine andere Stadt gefahren, nach Dover. Vielleicht ist jemand von euch da schon einmal mit einer Fähre angekommen, denn neben seinem Schloss und den Kreidefelsen ist das so ziemlich das Einzige, was die Stadt zu bieten hat. Gut, und jede Menge Geschichte (aber darüber bin ich noch nicht so gut informiert, weil wir es nicht ins Schloss geschafft haben, wo die Ausstellung dazu ist).

Unser Plan war von Anfang an, dass wir uns die Kreidefelsen angucken wollten (das sagt Wiki dazu). Unser Ausflug startete leicht abenteurlich, zumindest was die Wettervorhersage anging: 70-80 Prozent Regenwahrscheinlichkeit, und wie ich festgestellt habe, heißt das hier in England oft den ganzen Tag strömender Regen. Morgens hat es dann zumindest bei uns auf dem Unicampus nicht geregnet und der Himmel war - wie so oft - perlgrau. Also haben wir die Vorhersage einfach ignoriert und sind los, was eine gute Entscheidung war, wie sich später herausgestellt hat. Denn es hat den ganzen Tag nicht einen Tropfen geregnet. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass es nur an dem Regenschirm gelegen hat, den ich den ganzen Tag brav mit mir herumgeschleppt habe. Auf den schlammigen Wegen hat er doch aber wenigstens noch als Wanderstock gedient.

In Dover angekommen waren wir alles anderes als beeindruckt. Wenn man an das malerische Canterbury gewöhnt ist, hat Dover wirklich nichts zu bieten. Doch das war ja nicht so schlimm, wir wollten zu den "White Cliffs" und die sahen, zumindest auf den Fotos im Internet, schön aus. Mit Kaffee und Karten aus der Touristeninformation bewaffnet zogen wir los, uns war ein 40 minütiger Weg bis zu den eigentlichen Klippen vorrausgesagt worden. Nur haben weder Jana noch ich einen herausragenden Orientierungssinn (und die Stadt Dover hatte nicht genügen Wegweiser aufgestellt, ich meine, das würde man ja schon erwarten bei so einer Touristenattraktion in der Nähe!) und so brauchten wir tatsächlich eine knappe Stunde, bis wir endlich den kleinen schmalen Pfad gefunden hatten, der uns auf die Klippen führte. Zwischendurch standen wir schon an der Ankunftshalle am Fährhafen. Wenigstens weiß ich jetzt schon mal, wo ich dann ankomme, wenn ich nach Hause fahre (für alle, die es nicht mitbekommen habe: Ich nehme einen Reisebus von Canterbury über Dover nach Frankfurt und spar so ordentlich Geld :)).

Nachdem wir den äußerst steilen, sehr schmalen und rutschigen Pfad nach oben bezwungen hatten, konnten wir ein Picknick machen und bis nach Frankreich schauen, herrlich! Zwischendurch gab's dann andauernd SMS von unseren Netzanbietern, die uns in Frankreich willkommen hießen. Also, laut O2 England bin ich schon dort gewesen. Dann haben wir uns auf den Weg über die Klippen gemacht, zu einem Leuchtturm. Es war wirklich wunderschön und obwohl es ein Samstag war, nicht mal überfüllt. Da können jetzt die Bilder für sich sprechen.

Ansonsten geht es mir immer noch sehr gut hier, habe letzte Woche die aufregende Neuigkeit bekommen, dass ich mit nach Istanbul fahren werde, vom 5. bis zum 11. Dezember. Der ganze Spaß kostet inklusive Hotel mit Frühstück und Flug, dank großzügiger Unterstützung der Uni, nur 80 Pound und ich freue mich total! Das heißt dann zwar, dass ich, bevor es über Weihnachten nach Hause geht, nicht noch für ein ganzes Wochenende nach London komme, aber ich bin ja noch bis Juni hier. Es ist allerdings geplant, dass ich für einen Tag dorthin fahre um mir mit Daniella die Studios anzugucken, in denen die Harry Potter Filme gedreht wurden, die wurden in eine Art Themenpark umfunktioniert. Trotzdem bin ich auch viel zu Hause und in der Bib, es gibt viel zu lesen und bald muss ich meine ersten langen Essays schreiben, bin also voll im Unialltag drin.

Ich genieße immer noch jeden Moment hier und schicke euch liebe Grüße aus Canterbury!



Eine Kirche in Dover

Marktplatz mit Dover Castle im Hintergrund

Am Horizont kann man mit viel Fantasie die Küste Frankreichs erkennen
Ohne Kaffee keine Wanderung!

Sehr aufmunternd, wenn man gerade seine Wanderung beginnt

Dover Castle von der anderen Seite

Es sieht jetzt vielleicht nicht steil aus, aber es war SEHR steil

Diese Investition hat sich gelohnt

Ein Blick auf den Hafen und die Küste vor Dover

Erster Blick auf die berühmten Kreidefelsen

In der Standard Ausrüstung für englisches Wetter... Regenschirm und "Wellies"


Schlammige steile versumpfte Treppen, auf ins Abenteuer!

Kreidefelsen

Nein, das ist kein Photoshop, das war schon so

Nach 3 Stunden das Ziel erreicht!








Da wo ich so heroisch hinschaue war das Ziel, bzw. noch weiter dahinter, man sieht den Leuchtturm noch nicht einmal

Keine Geländer...

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